buchwerk.

KDP-Keywords finden: Die sieben Felder richtig füllen

Buchwerk-Ratgeber · 5. September 2026

Beim Veröffentlichen fragt KDP nach sieben Keywords — und die meisten Autoren tippen dort sieben Schlagwörter hin, die schon im Titel stehen. Damit verschenken sie das einzige Feld, mit dem sie Amazons Suche direkt beeinflussen können. So füllst du es richtig.

Was die sieben Felder wirklich sind

KDP gibt dir sieben Eingabefelder mit je maximal 50 Zeichen. Ein Feld ist kein einzelnes Wort, sondern eine Suchphrase — genau so formuliert, wie ein Käufer sie eintippen würde.

Amazon indexiert den Inhalt dieser Felder zusätzlich zu dem, was ohnehin schon durchsucht wird: Titel, Untertitel, Autorenname, Verlagsangabe und deine Kategorien. Daraus folgt die wichtigste Regel überhaupt.

Regel 1: Nichts wiederholen, was schon indexiert ist

Steht "Klappentext" im Untertitel, ist das Wort bereits in der Suche. Es noch einmal in ein Keyword-Feld zu schreiben, bringt keinen zusätzlichen Treffer — es verbrennt eines von sieben Feldern.

Die Felder sind der Ort für alles, was im Titel keinen Platz hatte: Synonyme, Umgangssprache, das Problem statt der Lösung, die Zielgruppe, die Situation.

Regel 2: Denk in Suchanfragen, nicht in Schlagwörtern

Menschen suchen in ganzen Sätzen und in ihrem eigenen Vokabular. Sie tippen nicht "Kynologie", sondern "hund hört nicht auf mich". Nicht "Finanzplanung", sondern "wie viel geld zum leben im monat".

Nutze deshalb die volle Länge. Ein Feld mit "buch schreiben" ist eine vertane Zeile; "erstes buch schreiben ohne verlag anfaenger" nutzt dieselbe Zeile viermal so gut — und deckt die kurze Suche mit ab, weil Amazon die Wörter einzeln und in Kombination auswertet.

Regel 3: Alle sieben Felder füllen

Jedes leere Feld ist eine Suche, in der dein Buch nicht auftaucht. Es gibt keinen Vorteil darin, sich zurückzuhalten — solange jede Phrase ehrlich zum Buch passt.

Wo die Wörter herkommen

  • Amazons Autovervollständigung. Suchschlitz auf "Bücher" stellen, Thema eintippen, nicht abschicken. Die Vorschläge stammen aus echten Suchanfragen. Anschließend Buchstabe für Buchstabe weitertippen, um die Liste zu verbreitern.
  • Die Untertitel der Top-Treffer. Dort steht, welche Begriffe die erfolgreichen Titel in deiner Nische für wichtig halten.
  • Die Rezensionen. Leser beschreiben ihr Problem in eigenen Worten — oft treffender, als du es formulieren würdest.
  • Google-Suchvorschläge und die Rubrik "Ähnliche Fragen". Dieselbe Idee, anderer Korpus, häufig längere Fragen.

Was Amazon verbietet

Verstöße können dazu führen, dass ein Titel schlechter ausgespielt oder ganz gesperrt wird. Nicht erlaubt sind unter anderem:

  • Namen anderer Autoren, Bücher oder Marken — auch nicht als Vergleich
  • Aussagen zur Platzierung oder zum Preis: "Bestseller", "Nummer 1", "gratis", "reduziert"
  • Subjektive Behauptungen wie "das beste Buch über …"
  • Absichtliche Falschschreibungen — Amazon korrigiert Tippfehler ohnehin selbst
  • Begriffe ohne Bezug zum Inhalt, nur weil sie viel gesucht werden

Ein Beispiel

Angenommen, du schreibst einen Ratgeber über stressfreies Autofahren mit Hund. Der Untertitel deckt bereits "Hund", "Auto" und "Training" ab. Dann könnten die sieben Felder so aussehen:

  • hund an das auto gewoehnen welpe
  • hund wird uebel im auto reisekrankheit
  • hundebox auto sicherheit befestigen
  • laengere autofahrt mit hund urlaub
  • hund bellt im auto was tun
  • hundeerziehung fuer berufstaetige
  • erste autofahrt welpe tierarzt

Jede Zeile ist eine Situation, in der jemand tatsächlich sucht — und keine davon wiederholt den Titel.

Ändern ist erlaubt und normal

Keywords sind keine Einbahnstraße: Du kannst sie jederzeit im KDP-Konto überarbeiten. Bis Amazon die Änderung im Suchindex verarbeitet hat, vergehen erfahrungsgemäß ein bis drei Tage. Eine sinnvolle Routine ist, nach den ersten Wochen die zwei schwächsten Phrasen gegen neue zu tauschen, statt das Listing einmal zu setzen und nie wieder anzufassen.

Fazit

Sieben Felder, je 50 Zeichen, gefüllt mit echten Suchanfragen statt mit Wörtern aus dem eigenen Titel — mehr ist es nicht. Es ist der billigste Hebel im ganzen Self-Publishing: eine halbe Stunde Arbeit, die darüber entscheidet, ob dein Buch überhaupt in einer Ergebnisliste auftaucht. Bei Buchwerk entsteht das komplette Listing mitsamt Keywords aus echten Suchvorschlägen — im Preis von 19,99 € pro Buchprojekt enthalten.

Fang mit deinem Thema an — kostenlos.

Gib dein Buchthema ein und Buchwerk erstellt dir gratis Titelvorschlag und Kapitel-Gliederung. Bezahlt wird erst, wenn du produzierst.

Weiterlesen